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Cybersecurity-Risiken für Remote-Teams und wie man sie vermeidet

Während der COVID-19-Pandemie forderten viele Unternehmen ihre Mitarbeiter auf, vorübergehend remote zu arbeiten. Seitdem sind zwei Jahre vergangen, aber die Tendenz zur Remote-Arbeit ist weiterhin steigend. Laut einer IWG-Studie arbeiten mehr als 75% der Menschen weltweit mindestens einmal pro Woche remote.

Es lässt sich nicht leugnen, dass die Arbeit von zu Hause aus mehrere Vorteile mit sich bringt: weniger Pendeln, eine bessere Work-Life-Balance und geringere Kosten für Büroflächen. Allerdings werden Unternehmen dadurch auch anfälliger für Cybersecurity-Risiken. Studien zeigen, dass etwa 43% der Remote-Mitarbeiter Fehler machen, die für sie selbst oder für das Unternehmen Folgen im Bereich der Cybersicherheit haben.

Unternehmen mit Remote-Mitarbeitern müssen wachsamer denn je sein und sich vor Cyberkriminalität wie Malware, Ransomware, Phishing und anderen Social-Engineering-Angriffen in Acht nehmen, um ihre Vermögenswerte zu schützen.

Lesen Sie diesen Artikel, um mehr über die Cyber-Sicherheitsrisiken für Remote-Teams zu erfahren und wie Sie diese vermeiden können.

Was sind die Ursachen für Cybersecurity-Risiken?

Die meisten Unternehmen haben heute Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, oder Personen, die geschäftlich unterwegs sind. Wir können nicht bestreiten, dass die Überwachung ihres Netzwerks auf Angriffe entmutigend sein wird. Um die mit der Arbeit von zu Hause aus verbundenen Risiken für die Cybersicherheit zu vermeiden, ist es wichtig, zunächst zu verstehen, woher die Bedrohungen kommen. So können Sie die Cybersicherheit für Ihre Remote-Mitarbeiter verbessern.

Nachfolgend finden Sie häufige Angriffsvektoren, die Hacker für ihre bösartigen Aktivitäten nutzen können.

Verwendung privater Geräte

Mitarbeiter, die remote arbeiten, bringen keine Bürotechnik wie Tischtelefone und Drucker mit nach Hause. Aus diesem Grund verwenden sie oft einen Heimrouter, private Mobilgeräte und Drucker, um ihre tägliche Arbeit zu erledigen.

Die Arbeit mit dem eigenen Gerät bringt Freiheit, Privatsphäre und Flexibilität, führt aber oft zu mehr Cyberangriffen bei der Remote-Arbeit. Die meisten Menschen sichern ihre Geräte nicht, was nicht ratsam ist, selbst wenn sie nur für den privaten Gebrauch verwendet werden. Wenn die Informationen eines Unternehmens gefährdet sind, kann der Schaden verheerend sein.

Wenn Sie ein privates Gerät für die Arbeit verwenden, stellen Sie sicher, dass es verschlüsselt ist, um sensible Daten wie Geschäftskontakte und E-Mails vor Hackern zu schützen.

Unsichere Verbindungen

Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, benötigen eine nahtlose Netzwerkverbindung, um ihre Aufgaben gewissenhaft zu erledigen. Dies kann die Mitarbeiter dazu verleiten, sich mit unsicheren öffentlichen Netzwerken zu verbinden, was ein erhebliches Risiko für die Informationssicherheit des Unternehmens darstellt.

Statistiken zeigen, dass fast die Hälfte der US-Beschäftigten öffentlichem WLAN vertrauen. Dies sollten sie jedoch nicht tun, da Hacker häufig Nutzer ausnutzen, um vertrauliche Daten wie Bankdaten und persönliche Informationen zu stehlen.

Mitarbeiter führen zwar Updates für ihre Geräte durch, vernachlässigen aber die Software ihres Heimrouters. Nicht upgedatete Geräte weisen Sicherheitslücken auf, die Hacker ausnutzen können, um sich Zugang zu Unternehmensdaten zu verschaffen.

Cloud-Speicher

Unternehmen, die Remote-Mitarbeiter beschäftigen, verlassen sich bei der Verwaltung ihrer Dateien, Anlagen und Aktivitäten auf Cloud-Speicher. Dies bietet einen zusätzlichen Vorteil, da die Kosten für die Implementierung einer benutzerdefinierten Infrastruktur zur Verwaltung wichtiger Dienste reduziert werden.

Cloud Computing birgt jedoch auch Risiken für die Cybersicherheit bei der Remote-Arbeit. Erstens entziehen sich Clouds in der Regel Ihrer Kontrolle, da ihre Sicherheit von einem externen Anbieter verwaltet wird. Zweitens kann das Hacken eines Passworts für den Zugriff auf einen Cloud-Speicher ein Kinderspiel sein, insbesondere wenn Ihre Mitarbeiter keine gute Passworthygiene betreiben.

Schlechte Gewohnheiten bei der Cybersicherheit

Es ist unbestreitbar, dass der Mensch das schwächste Glied in der Cybersicherheit ist. Schlechte Sicherheitsgewohnheiten von Remote-Mitarbeitern können dazu führen, dass sensible Informationen böswilligen Akteuren zugänglich gemacht werden. Zu diesen schlechten Gewohnheiten gehören schlechte Passworthygiene, das Speichern von Passwörtern an ungesicherten Orten, das Wiederverwenden von Passwörtern, das Klicken auf bösartige Links und die Verwendung unsicherer Internetverbindungen.

Wie können Sie Ihre Remote-Teams schützen?

Jetzt, da Sie die Risiken der Remote-Arbeit und die Angriffsvektoren kennen, müssen Sie Ihre IT-Struktur schützen. Implementieren Sie robuste Sicherheitsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass Ihre Remote-Teams wissen, wie sie auf Cybersicherheitsrisiken reagieren können. Im Folgenden finden Sie einige Tipps zum Schutz vor Cyber-Bedrohungen bei der Remote-Arbeit.

Verwenden Sie Antivirenprogramme, VPN und Internet-Sicherheitssoftware

Ein häufiger Fehler von Remote-Mitarbeitern ist die Verwendung einer ungesicherten Netzwerkverbindung. Die beste Möglichkeit, dieses Risiko zu mindern, ist die Implementierung von Standardsicherheitstools zum Schutz Ihrer Geräte vor Viren und anderen Malware-Infektionen. Dazu gehören Firewalls, Antivirenprogramme, ein VPN und Internet-Sicherheitssoftware. Eine gute Sicherheitssuite bietet Schutz vor den Risiken der Remote-Arbeit.

Lassen Sie Familienmitglieder nicht Ihre Arbeitsgeräte nutzen

Ihr Mitarbeiter ist vielleicht ein Technologieexperte, der mit Sicherheitsbedrohungen umgehen kann und online sicher ist. Er ist jedoch nicht die einzige Variable in der Gleichung. Die Mitarbeiter haben Familien, vor allem kleine Kinder, die möglicherweise Zugang zu ihrem Firmencomputer haben.

Aus diesem Grund ist es wichtig, eine Richtlinie zu entwickeln, die die Remote-Mitarbeiter daran erinnert, die Geräte des Unternehmens von ihren Familienmitgliedern fernzuhalten. Darüber hinaus sollten sie die besten Sicherheitspraktiken anwenden, um ihre Geräte zu schützen. Dazu gehören:

  • Sperren des Geräts
  • Keine Weitergabe von Passwörtern für Arbeitscomputer
  • Verwendung eines sicheren Passworts

Sichern Sie Ihr heimisches WLAN

Eine der effektivsten Möglichkeiten, sich als Remote-Mitarbeiter zu schützen, besteht darin, die WLAN-Sicherheit zu Hause zu verbessern. Sie können dies auf viele Arten erreichen, von denen wir einige unten aufgeführt haben:

  • Verwenden Sie ein eindeutiges, sicheres Kennwort anstelle des Standardkennworts Ihres Routers. Geben Sie die IP-Adresse 192.168.1.1 ein, um auf die Einstellungen Ihres Heimrouters zuzugreifen und das Passwort zu ändern. Denken Sie daran, eine Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu verwenden, die aus mindestens acht Zeichen besteht.
  • Aktivieren Sie die Netzwerkverschlüsselung unter den Sicherheitseinstellungen auf der Konfigurationsseite Ihres Routers. Zur Auswahl stehen die Verschlüsselungsstandards WPA, WEB und WPA2.
  • Sie können den Netzwerkzugriff auch auf autorisierte MAC-Adressen (Media Access Control) beschränken, um zu kontrollieren, wer sich mit Ihrem Netzwerk verbinden kann.
  • Überprüfen Sie die Version Ihrer Router-Firmware und stellen Sie sicher, dass sie aktuell ist. Falls nicht, führen Sie ein Update durch, um mögliche Sicherheitsprobleme zu beheben.

Kontrollieren Sie den Zugriff auf Online-Meetings und Cloud-Dateien

Wer von zu Hause aus arbeitet, nimmt an Online-Meetings und -Seminaren über Videokonferenz-Tools wie Zoom und Google Meet teil. Dies kann zu ernsthaften Sicherheitsproblemen führen und die Daten eines Unternehmens für Cyberkriminelle angreifbar machen. Ein gutes Beispiel sind die Zoom-Phishing-Angriffe, die während der Pandemie häufig vorkamen.

Da Zoom umgangen werden kann, sind auch andere Videokonferenzplattformen davon nicht ausgenommen. Wenn Ihr Online-Meeting kompromittiert wird, können Hacker auf sensible Informationen über Ihr Unternehmen zugreifen. Das Problem ist so weit verbreitet, dass sogar das FBI auf die Zoom-Bomben-Angriffe einging und einige Sicherheitstipps für die Sicherheit der Nutzer gab.

Fallen Sie nicht auf E-Mail-Betrug herein

Die E-Mail-Kommunikation ist für jedes Unternehmen unerlässlich. Unternehmen senden E-Mails an ihre Kunden, Remote-Mitarbeiter, Partner und Zulieferer. Diese E-Mails sind jedoch leicht angreifbar und müssen geschützt werden. Sie können die besten Sicherheitsmaßnahmen für geschäftliche E-Mails implementieren, um die E-Mail-Kommunikation zwischen Ihnen und Ihren Remote-Mitarbeitern sicher und geschützt zu halten.

  • Remote-Mitarbeiter sollten nur über das VPN des Unternehmens auf E-Mails zugreifen, um eine sichere Netzwerkverbindung herzustellen. Dadurch werden alle Nutzer verifiziert und die Daten während der Übertragung verschlüsselt.
  • Remote-Mitarbeiter sollten ihre Geräte mit einem Passwort schützen und die Daten beim Zurücksetzen verschlüsseln, wenn sie sie verlieren oder wenn sie gestohlen werden.
  • Unternehmen und externe Mitarbeiter sollten auf Phishing und andere E-Mail-Angriffe achten.

Checkliste für Cybersicherheit bei der Arbeit von zu Hause aus

Sowohl Unternehmen als auch ihre Remote-Mitarbeiter sollten sicherstellen, dass sie diese Checkliste zur Cybersicherheit bei der Arbeit von zu Hause aus erfüllen, um ihre sensiblen Daten zu schützen.

Für Unternehmen

Unternehmen mit Remote-Mitarbeitern sollten die folgende Checkliste durchgehen, bevor sie ihren Mitarbeitern erlauben, von zu Hause aus zu arbeiten:

  • Haben Sie eine Richtlinie für Bring Your Device (BYOD)?
  • Führen Sie ständige Schulungen zum Thema Sicherheit für Ihre Mitarbeiter durch?
  • Schulen Sie Ihre Mitarbeiter darin, wie sie Phishing-Angriffe erkennen und verhindern können?
  • Verfügen Sie über eine Richtlinie, die sicherstellt, dass Ihre Remote-Mitarbeiter beim Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk ein VPN verwenden?
  • Sind die Geräte des Unternehmens mit der neuesten Antiviren-Software gesichert?
  • Stellen Sie sicher, dass Remote-Mitarbeiter E-Mail-Lösungen des Unternehmens zur Speicherung personenbezogener Daten verwenden, anstatt ihre privaten E-Mail-Konten zu nutzen?

Für Mitarbeiter

Auch Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, sollten ihr Sicherheitsniveau anhand der folgenden Checkliste überprüfen.

  • Verwenden Sie Antivirenprogramme, VPN und Internet-Sicherheitssoftware zu Hause?
  • Halten Sie Ihre Geräte von Ihren Familienmitgliedern fern?
  • Ist Ihr Betriebssystem auf dem neuesten Stand?
  • Ist Ihr heimisches WLAN sicher?
  • Verwenden Sie sichere und eindeutige Kennwörter für Ihre Geräte?
  • Haben Sie die Multi-Faktor-Authentifizierung aktiviert?

Fazit

Unternehmen, die in der heutigen Geschäftswelt erfolgreich und wettbewerbsfähig sein wollen, müssen ihren Mitarbeitern die Möglichkeit geben, von zu Hause aus zu arbeiten. Die Arbeit von zu Hause aus kann jedoch eine ernsthafte Bedrohung für Ihre Netzwerkressourcen darstellen, und Sie müssen sich mit diesen Cybersicherheitsrisiken befassen, bevor Sie Ihren Mitarbeitern die Arbeit von zu Hause aus erlauben.

Remote-Arbeit kann zwar die Bindung von Talenten verbessern und die Produktivität steigern, doch müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter auf Cyberangriffe bei der Remote-Arbeit reagieren können, bevor sie diese Möglichkeit nutzen.

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